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Film-Kooperationen – Installationen – alternative Medienarbeit

Neben den in der Filmografie gelisteten Filmen sind auch immer wieder Filme in Kooperation oder als Auftrag entstanden, auf zwei von ihnen – Ballerina und den Film über Trude Levi möchte ich hier hinweisen.

Die nachfolgend beschriebenen Installationen sind gemeinsam mit Wolfgang Schemmert entstanden, parallel zu den Anfängen meiner Arbeit als Filmemacherin – Marilyn und Tau Memory.

Das Internet-Puzzle Cesky Krumlow Bricollage entstand bei meiner fotografischen Erkundung von Cesky Krumlow während des dortigen Stipendiums.

Die Anfänge meines Interesses an Film ist verbunden mit dem Aufkommen der Videobewegung in den 80er Jahren und den Möglichkeiten der alternativen Medienarbeit, damals mit der Japan Standard I Videotechnik und danach mit U-matic lowband. Ich habe bei der  Videowerkstatt Bornheim in Frankfurt mitgearbeitet, die sich Anfang der 80er Jahre aufgelöst hat. Danach haben wir im 2er- oder 3er Team, oft gemeinsam mit Bürgerinitiativen,  Videos realisiert und sie bei Veranstaltungen und selbstorganisierten Vorführungen in Kneipen und Institutionen gezeigt. In diesem Kontext sind die unten aufgeführten Arbeiten Winterwideo, Was wäre der Staat ohne seine Mauern und Robototal entstanden.

 

Ballerina

2014, 6:21 min.

in Zusammenarbeit mit Pendel Marionetten
Marlene Gmelin und Detlef Schmelz

zum Film

 

TrudeLevi „Ich habe den Krieg gewonnen“

Prod. Ziehenschule Frankfurt 2011, DVD, 91min
An diesem Film haben mitgewirkt: Mark Berthold, Martina Faltinat, Nora Foerst, Erika Hahn, Elias Himmen, Jürgen Jessen, Lara Karbalaie, Britta Kastern, Andrzej J. Koszyk, Andrew Lazar, Elaine Lederman, Lilo Mangelsdorff, Edith Marcello, Jennifer Marx, Malte Rauch, Renate Rauch, Erika Surat Andersen, Brigitte Volhard, Lena Weifenbach, Esther Zeschky

 

Marilyn

gemeinsam mit Wolfgang Schemmert


interaktive Computerinstallation
1996, KunstArt Frankfurt, Bockenheimer Depot

Die Projektion eines Videobeamers zeigt das Gesicht von Marilyn Monroe, es verändert sich als Reaktion auf die Bewegungen des Publikums. In einem Computer sind 24 verschiedene Porträtfotos von Marilyn Monroe gestapelt. Sie sind so aufeinander abgestimmt, daß sie beim ‚Durchblättern‘ nach der Art des Daumenkinos einen kurzen Film ergeben würden.
Abweichend von der klassischen Kinoprojektion wird bei dieser Installation aber nicht bildweise sondern pixelweise geblättert, das Gesicht wird permanent aus den verschiedenen Teilbildern neu übereinander geschichtet. Die Bewegungen des Publikums im Raum werden von einer in Aufsicht angeordneten Videokamera registriert. Das Videosignal der Kamera wird vom Computer digitalisiert, einer Echtzeit-Bildanalyse unterworfen und als virtuelle Maske auf das jeweils sichtbare Marilyn-Bild übertragen. An solchen Stellen, an denen die Videokamera signifikante Bewegungen des Publikums registriert, wird der Marilyn-Film pixelweise transportiert. Je nach Bewegung des Publikums ist z.B. gleichzeitid der 10.., der 2. und 15. Kader ausschnitweise sichtbar, die Schichten verfließen zunehmend und permutieren punktuell.

 

Cesky Krumlow Bricollage
1997, Internetpuzzle

Entstanden im Rahmen des Moldau-Stipendiums in Cesky Krumlow
Programmierung Wolfgang Schemmert

Wie bei einem Puzzlespiel mit Würfeln, die verschiedene Bildmotive auf ihren Seiten haben, kann sich der Spieler schichtweise durch verschiedene Ansichten des Ortes Cesky Krumlow klicken, von Motiven mit Nahansichten bis hin zu einer alten Postkartenansicht der Stadt.

 

Tau Memory

gemeinsam mit Wolfgang Schemmert

1988, interaktive Computerinstallation

Galerie Werth, Frankfurt

 

Closed-Loop Installation, die den Zerfall eines Videobildes in einem unendlichen Kopierprozess zum Thema hat.

Eine Kamera filmt den Monitor ab. Mit Hilfe zweier älterer Videorecorder mit offenen Spulen, einer Bandschleife und eines elektromechanischen Synchronisationsreglers wird ihr Videosignal um circa 20 Sekunden verzögert, mit einem computergesteuerten Schrift- und Grafikgenerator gemischt und wieder auf dem Monitor abgebildet. Die Besucher der Installation treten beim Betrachten des Monitorbildes unwillkürlich in das Bildfeld der Kamera und werden somit in den Zerfallsprozeß einbezogen. Die Auswahl der eingeblendeten Texte regt an zur meditierenden Betrachtung.

 

 

 

Winterwideo

gemeinsam mit Wolfgang Schemmert
1985, U-matic, 18 min.

Experimentell-dokumentarisches Video zur Gefühlslage im Metropolenwinter.

Aufführungen: Experimentalfilmworkshop Osnabrück, Frankfurter Filmschau, Freiburger Videoforum

 

Was wäre der Staat ohne seine Mauern?

gemeinsam mit Wolfgang Schemmert und Petra Baumgardt
1984, U-matic, 76 min.

Dokumentarisches Video über den Widerstand der Bürgerinitiativen gegen die Startbahn West und die politischen Auseinandersetzungen während deren Inbetriebnahme.

Aufführungen: Freiburger Videoforum, Frankfurter Filmschau und bei zahlreichen Veranstaltungen

 

Robototal

gemeinsam mit Wolfgang Schemmert
1984, U-mativ, 27 Min.

Experimentelle Dokumentation zu Verkabelung und Computerisierung, aus Anlaß der Einführung der neuen Plastik-Personalausweise.

Aufführungen: Freiburger Videoforum, Frankfurter Filmschau